Helping teams to be at their best
at the intersection_2.jpg

All-in HR. Der Blog.

Aus ganzem Herzen HR.

Mein Rückblick und Fazit auf den DGFP Congress 2017

Alljährlich im Frühling findet sich die Personalerszene beim DGFP Congress in Berlin. Ich war wieder dabei, erstmalig in meiner Doppelrolle als Beraterin und auch Repräsentantin der DGFP in Berlin. 

Erstes Highlight neben der Location im Westhafen: von dieser gleich wieder wegzufahren. Denn es ging in sechs Reisebussen zu 15 Locations, an denen Innovation für Firmen irgendwie erlebbar wurde. Ich formuliere das deswegen so offen, weil neben den Labs von Konzernen auch andere Wege in die digitale  Welt besucht wurden, etventure oder partake zum Beispiel. 

Der hub:raum glänzte mit einem sehr intensiven Austausch mit Anna Ott, die umfassend von ihrer Lernkurve berichten konnte und dadurch extrem relevante Informationen für die beiden Gruppen hatte, die dort zu Besuch waren. Als bisher einzige scheint es die Telekom geschafft zu haben, auch die kulturelle und inhaltliche Feedbackschleife zurück in den Konzern zu etablieren, Gratulation zu dieser Leistung!

Partake auf der anderen Seite begeisterte die mit mir Reisenden mit den praktischen Übungen aus dem Design Thinking Umfeld. "Leider" stimmte die Gruppe nicht für einen Einblick in die hierarchiefreie Soziokratie bei Partake, die mich persönlich interessiert hätte. Aber auch die kompakte und schnelle Einführung in Scrum Arbeitsweisen wie Kanban war wertvoll und sorgte für reichlich Gesprächsstoff im Bus. Überhaupt: die Fahrt im Bus war ein Zeit-Luxus für Gespräche und Kennenlernen. Ohne Ablenkung konnten hier Gedanken ausgetauscht und zu Ende gedacht werden, wer hatte das schon mal auf einer Tagung!? 

Auch der St.Galler Leadership Award überraschte mich dieses Jahr. Fraport, einer der Finalisten, stellte eine absolut faszinierende Herangehensweise für ihre Führungskräfte-Weiterbildung vor, die auf Sprachanalyse basiert und enorm individualisiert verschiedenste Inhalte vorschlägt. Davon möchte ich mehr hören!

Ansonsten hadere ich ja persönlich immer etwas mit Tagungsformaten, weil ich lieber anpacke, im Detail diskutiere, erlebe. Vorträge zu relevanten, interessanten Transformationen bekommen hier daher nicht den gebührenden Platz, weil ich mehr Fragen hätte als beantwortet werden können. Das bringt mich aber zu einem weiteren Highlight: die aktive Gruppe der Teilnehmer. Ich verfolge die technischen Hilfsmittel ja schon einige Jahre und finde es sehr ermutigend, wie intensiv die App inzwischen genutzt wird für Fragenstellen, Voten, Kontaktieren. Mit diesen Teilnehmern ist sie echter Mehrwert, keine Spielerei mehr, das Invest hat sich meiner Meinung nach gelohnt und hat ein sehr gutes Qualitätsniveau erreicht!

Tag 2: Break-outs, hurrah, mein Ding :-) Leider kann man ja immer nur in eine gehen und ich hoffe, die Infos aus den anderen Sessions werden noch zur Verfügung gestellt. Hier will ich jovoto herausgreifen: deren Projekt Forework ist hochgradig gelebte Transformation. Jovoto ist eine Plattform, auf der v.a. freie Kreative sich auf Aufträge von Großunternehmen bewerben können. Die Plattform ersetzt dabei die Agentur und achtet auf faire Bezahlung. Mit diesen über 80.000 Menschen, die schon heute die Zukunft der Arbeit leben, hat Jovoto "Forework" gestartet, einen zweistufigen Crowdstorm, bei dem Ideen und Konzepte eingereicht werden konnten, wie sich diese Gruppe die Zukunft der Arbeit denn vorstellt, was sie brauchen und wollen. Über 330 Konzepte wurden eingereicht und an Tag 4 nach Bewerbungsschluss konnten wir exklusiv und als Erste einen Überblick bekommen. Die Vielfalt der Themen war unglaublich und allein die Konzepte zu lesen, sollte jeden Personaler beflügeln, im nächsten Quartal dem Vorstand einen Workshop zu diesen Themen vorzuschlagen. Ich sage das deswegen so klar, weil die Zuhörer ebenso begeistert von der Idee waren, von Externen zu profitieren, ihre frische Sicht auf Dinge zu nutzen für die eigenen Fragestellungen. (Wer mehr wissen will, ich vermittle gern weiter!)

Mein Fazit aus diesem doch immer unvollständigen Blick auf eine vielschichtige Veranstaltung: es hat sich wieder voll gelohnt und ich empfehle congress und lab mit bestem Gewissen weiter. Denn das Team wächst immer wieder über sich hinaus. Und ich kann jede Menge Ideen mit in meine Arbeit nehmen, sowohl für den Erfahrungsaustausch in den Berliner DGFP Gruppen, als auch für meine Beratung. Was will frau mehr.