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All-in HR. Der Blog.

Aus ganzem Herzen HR.

Professionalisieren ist gut - und eine Kernaufgabe von HR

Junge Unternehmen erscheinen von außen oft deshalb so reizvoll, weil sie flexibel und wendig sind, schnell antworten können auf sich ändernde Bedingungen. Sie können junge Bewerber leicht gewinnen, weil "man noch etwas bewegen kann".

Auf der anderen Seite: etablierte Unternehmen, in denen jeder seinen Job macht, sich vermeintlich nichts mehr bewegt und Standards aller Kreativität den Raum nehmen. 

Solange man die Welt in diesen Schubladen einsortiert, erscheint alles klar und die eigenen Probleme sind erklärbar. Blicken wir aber hinter die Kulissen, ist der Arbeitseinsatz in jungen Unternehmen oft überproportional hoch, um Ergebnisse zu erzielen, die Fluktuation oft ebenso. Das ist in Ordnung zu Beginn, wenn weder das Geschäftsmodell noch die Umsätze gefestigt sind und die Rahmenbedingungen fehlen für Routinen.

Aber Routinen machen früher Sinn als das viele denken. Und sie erleichtern alle wiederkehrenden Arbeiten, machen Kunden glücklicher und ermöglichen Wachstum. Deswegen ist es unerlässlich, dass sich ein Head of HR auch frühzeitig damit auseinandersetzt, an welchen Stellen "Aufräumer und Strukturierer" eingestellt werden müssen. Diese Menschen haben einen Blick fürs Detail, wollen Arbeitsweisen immer wieder hinterfragen und haben pragmatische Ideen, wie es leichter gehen kann.

HR muss an dieser Stelle den Anstoß geben, denn Fragen wie Kundenorientierung, agiles Arbeiten, exponentielles Wachstum und Routinen wirken sich auf die Struktur der Organisation aus, auf die Rekrutierung und den Zuschnitt von Rollen und Jobs. Gute HR Arbeit kann also nur dann stattfinden, wenn diese Themen besprochen werden. 

Der Lohn: Professionalisieren macht das Leben leichter und wer es mit Augenmaß tut, der endet nicht gleich im Prozessstandard-Dschungel eines Konzerns. Sondern in einem transparenten, kommunikationsfreudigen und sich ständig verbessernden Organismus, der auch Wachstum verdauen kann. 

Petra MeyerComment