Helping teams to be at their best
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All-in HR. Der Blog.

Aus ganzem Herzen HR.

In Konzernen stört Menscheln - aber überall ist es eine Herausforderung...

Zwei Dinge passierten diese Woche, die sich nun zusammenfügen in diesem Blog. 

Natürlich waren es Gespräche, wo sonst könnte man Menscheln besser erleben. Zum einen ist da ein geschätzter Mensch, der mir sagte: "Ich würde nach drei Monaten wahnsinnig, wenn ich angestellt wäre bei der xx AG". Er erlebt als Außenstehender seit Jahren mit, wie dort die menschlichen Befindlichkeiten ganze Systeme zum Erliegen bringen. Warum das passiert? Weil das System davon ausgeht, dass es diese Befindlichkeiten nicht gibt. Und deswegen keine Antwort auf diese unglaubliche, überraschende und verstörende Wahrheit findet: Menschen arbeiten dort, also menschelt es.

Am anderen Ende des Spektrums dagegen ein junges Team, mit dem ich gerade arbeite. Voller Energie, Ideale und Pläne. Aber gebeutelt vom täglichen Stress und dem Durcheinander, das in einer Gründungsphase zwangsläufig entsteht. Auch diese Menschen reagieren unterschiedlich, sind gereizt oder gar genervt voneinander. Der Unterschied: sie sprechen darüber und machen es sichtbar. Keine Garantie für harmonische Lösungen, die allen gefallen. Aber das Arbeiten AM Team birgt ungeahnte Lernwege, öffnet eigene Horizonte und kann auch den Umgang mit Konflikten auf ein anderes Niveau heben. Mir scheinen diese Menschen viel reifer und weiter als so mancher Kollege aus Konzernzeiten ;-)

Was ist also zu tun, wenn man merkt, dass es knirscht? Für Experimentierfreudige gibt es Übungen, die Familienaufstellungen ähneln und Teammitgliedern die Möglichkeit des Perspektvwechsels bieten. Wer etwas vorsichtiger einsteigen möchte, der kann Feedbackrunden einführen oder - wie es bei scrum heißt - Retrospektiven. Pausen, die ein Innehalten erzwingen und die Aufmerksamkeit auf die Menschen lenken, die miteinander zu tun haben. Aber Achtung - es muss Einvernehmen herrschen, Dinge wie diese auszuprobieren. Nur in vertrauensvoller, offener Atmosphäre werden sich die Individuen öffnen und einlassen auf die Lernerfahrung. Wer mehr wissen möchte: ich bin über meine email stets erreichbar.